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Cloud-Arten: Das Wichtigste im Überblick (Arten + Services)

Eine Cloud stellt ein Netzwerk aus Remoteservern da, die über die ganze Welt verteilt miteinander verbunden sein können. Es gibt verschiedene Unterarten von Clouds und sogenannter Cloud-Services.

Welche Formen von Clouds gibt es?

Cloud-Arten lassen sich in vier wichtige Hauptformen unterteilen: Zum einen in Public Clouds, in Private Clouds, in Multi-Clouds sowie Hybrid-Clouds. Entscheidend dafür zu welcher Art von Cloud eine Cloud gezählt wird, ist nicht der Standort der Rechenzentren, sondern die Art der Nutzung beziehungsweise die Form der Verbindung einzelner Clouds.

Was ist die Cloud beziehungsweise Cloud Computing?

Als Cloud wird das Kernstück des Cloud Computing bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Remoteservern, die überall auf der ganzen Welt verteilt sein können. Ihre Verbindung untereinander schafft was als „Cloud“ bekannt ist.

Es handelt sich also nicht um ein einzelnes physisches Objekt, sondern um viele miteinander verbundene Server-Einheiten. Cloud Computing beschreibt hierbei, dass geteilte Computerressourcen als Dienstleitung zur Verfügung gestellt werden.

Das kann etwa in Form von Servern, Datenspeicher oder Applikationen geschehen. Diese Nutzung wird vom Cloud-Service-Anbieter mit dem Kunden abgerechnet.

Häufig geschieht das in Form von Monats- oder Jahresbeiträgen, die für eine bestimmte Leistung, beispielsweise eine bestimmte Menge an Speicherplatz, vereinbart sind. Da Clouds sehr viel mehr Speicherplatz und Rechenkapazitäten bereitstellen und einfacher verteilen können als einzelne Computer, erfreuen Sie sich vor allem im beruflichen Setting großer Beliebtheit.

Doch auch Privatanwender profitieren davon, Speicherplatz zu erweitern oder Daten geräteunabhängig zwischenspeichern zu können. Etwa in Form von automatischen Sicherheitskopien für wichtige Dokumente oder Bilddateien.

Welche Formen von Clouds gibt es?

Cloud-Arten lassen sich in vier wichtige Hauptformen unterteilen: Zum einen in Public Clouds, in Private Clouds, in Multi-Clouds sowie Hybrid-Clouds. Entscheidend dafür zu welcher Art von Cloud eine Cloud gezählt wird, ist nicht der Standort der Rechenzentren, sondern die Art der Nutzung beziehungsweise die Form der Verbindung einzelner Clouds.

Wer sich privat oder beruflich für die Nutzung einer Cloud entscheidet, sollte daher genau wissen, welcher Typ sich für die eigenen Zwecke am besten eignet. Dabei sollte Anwendern klar sein, dass es keine identischen Clouds gibt.

Auch wenn es sich bei zwei Modellen um eine Cloud nach dem gleichen Prinzip handelt, können dennoch Unterschiede auftreten. Die einzelnen Cloud-Typen und Typen von Cloud Computing können also nur der Orientierung dienen – der Cloud-Service, den man selbst ins Auge gefasst hatte, sollte dennoch auf Besonderheiten betrachtet werden.

Beginnen wir also damit, was alle diese Cloud-Arten vereint. Egal um welchen Typ von Cloud es sich handelt, sie alle verfügen über Computing-Ressourcen, die zu einem Netzwerk gehören. Diese Ressourcen sind skalierbar und lassen sich in Pools zusammenfassen oder aufteilen.

Nehmen wir einfach den Speicherplatz als Beispiel. Eine Cloud, die in der Theorie vielleicht 200 TB Speicher besäße, könnte diese in beliebige große und kleine Pakete aufteilen. Ein Anwender könnte also mit einem Vertrag 50 TB davon bekommen, während andere Anwender mit anderen Verträgen 10 TB davon beanspruchen.

Solange weitere Ressourcen vorhanden sind, können diese in beliebig viele einzelne Pakete unterteilt werden.Ebenso ermöglichen alle Clouds Cloud Computing. Das heißt also, dass die Ausführung von Workloads im jeweilgen System möglich ist.

Damit das möglich ist, muss jede einzelne Cloud aus einer Kombination von mehreren Technologien bestehen, zu denen unter anderem sehr häufig ein Betriebssystem, sogenannte APIs (Application Programming Interfaces) und eine Managementplattform gehören. Es ist ebenso möglich, Clouds mit Virtualisierungs- und Automatisierungssoftware zu versehen.

Das kann nicht nur zusätzliche Funktionen für Anwender ermöglichen, sondern auch die Effizienz der Cloud steigern, ohne das ein manuelles Eingreifen erforderlich ist. Neben all diesen Gemeinsamkeiten prägen die einzelnen Cloud-Haupttypen diverse Unterschiede.

Früher waren diese Unterschiede klar abgegrenzt durch Eigentumsrechte und Standorte – heutzutage ist diese Abgrenzung nicht mehr so simpel, das sich vieles in der Cloud-Technologie grundlegend weiterentwickelt hat.

Dementsprechend ist der nachfolgende Vergleich keine amtliche Klassifizierung, sondern dient der Einordnung entscheidender Unterschiede.

Public Clouds

Als Public Clouds bezeichnet man Cloud-Umgebungen in denen die IT-Infrastruktur üblicherweise nicht Eigentum des Endbenutzer sind. Das bedeutet, dass die Infrastruktur selbst im Besitz des Anbieters bleibt und Nutzer lediglich die Nutzungsmöglichkeit dieser Ressourcen, häufig gegen ein Entgelt, ermöglicht wird.

Die hier wohl bekanntesten Anbieter sind Amazon Web Services (AWS), Google Cloud, IBM Cloud, Microsoft Azure sowie Alibaba Cloud. Früher wurden traditionelle Clouds fast ausschließlich als „Off-Premise“ betrieben.

Heute hingegen stellen viele Cloud-Anbieter solche Services vor Ort, also „On-Premise“ in den Rechenzentren ihrer Kunden zur Verfügung. Das ist einer der Gründe, warum Argumente wie Standort und Eigentum der Cloud nicht mehr dieselbe Gewichtung haben wie früher.

Praktisch gesehen wird jede Cloud zu einer Public Cloud, wenn ihre Umgebungen partitioniert und auf mehrere Anwender verteilt werden. Das für diesen Service gezahlt wird, ist keine zwingende Voraussetzung um eine Cloud als Public Cloud zu betrachten.

Früher gab es keine Anbieter, die kostenlose Nutzungen zur Verfügung gestellt haben, mittlerweile existieren jedoch Cloud-Anbieter, die das praktizieren. Etwa wie Massachusetts Open Cloud.
Die Bare-Metal-IT-Infrastruktur, die Public Cloud Anbieter verwenden, kann ebenso abstrahiert und als IaaS verkauft oder als eine Cloud-Plattform entwickelt als PaaS vertrieben werden.

Private Clouds

Private Clouds unterscheiden sich von Public Clouds darin, dass sie nur einem bestimmten Endnutzer oder eine bestimmten Nutzergruppe gehören. Üblicherweise werden diese Clouds hinter der Firewall ihrer Besitzer ausgeführt.

Eine Cloud wird unweigerlich zu einer Private Cloud, wenn die ihr zugrundeliegende IT-Infrastruktur einem Einzelkund mit komplett isoliertem Zugriff zugewiesen wird. Das bedeutet also, dass auf diese Cloud keine anderen Benutzer mehr zugreifen können.

Früher war es üblich, dass Private Clouds auf lokale IT-Infrastrukturen aufgesetzt werden. Heutzutage ist das nicht mehr nötig, da Organisationen solche Clouds in Off-Premise-Rechenzentren zur Verfügung stellen.

Auch daran lässt sich also erkennen, dass der Standort einer Private Cloud nicht mehr so eindeutig ausfällt wie zu Beginn der Cloud-Services. Sowohl dedizierte Clouds als auch gemanagte Private Clouds sind möglich.

Bei dedizierten Clouds wird eine Cloud innerhalb der Cloud gebildet, die in eine Private Cloud integriert werden kann. Das kann nützlich sein, wenn man innerhalb der Privaten Cloud eines Unternehmens einzelne Abteilungen voneinander separieren will, wie etwa eine Finanzabteilung.

Gemanagte Private Clouds werden wie der Name schon erahnen lässt von einem Drittanbieter bereitgestellt, konfiguriert und verwaltet. Diese Option kann vor allem in Unternehmen hilfreich sein, die über keine eigene IT-Abteilung verfügen oder nicht genügend Mitarbeiter besitzen, die für die Verwaltung der Cloud abgestellt werden können.

Hybrid-Clouds

Eine Hybrid-Cloud unterscheidet sich von anderen Cloud-Arten darin, dass sie wie eine einzelne IT-Umgebung erscheint, die in Wahrheit jedoch aus mehreren Umgebungen erstellt wird. Diese können über WAN (Wide Area Networks), LAN (Local Area Networks), VPNs (Virtual Private Netwerks) oder auch APIs verbunden werden.

Die Eigenschaften einer Hybrid-Cloud können sehr kompliziert ausfallen, da es viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, eine solche Cloud zusammen zu stellen. Grundlegend gemeinsam haben sie alle, dass sie im Endeffekt aus mehr als einer einzelnen Cloud bestehen.

So könnte es sich etwa um eine Kombination aus Private und Public Cloud handeln, es könnten jedoch genauso gut zwei Public Clouds oder Private Clouds zusammengefasst werden. Damit eine Hybrid Cloud vorliegt, müssen wenigstens zwei Clouds miteinander verbunden sein.

Ebenso muss jede dieser Clouds über eine separate Umgebung mit einer integrierten Management- und Orchestrierungsplattform verwaltet werden. IT-Systemen werden unweigerlich zu Hybrid-Clouds, wenn Apps frei zwischen mehreren separaten, aber miteinander verbundenen Umgebungen verschiebbar sind.

Manche dieser Umgebungen müssen sogenannte konsolidierte IT-Ressourcen aufsetzen, die nach Bedarf skalierbar sind.

Multi-Clouds

Auch bei Multi-Clouds handelt es sich um mehr als einen Cloud-Service, der genutzt wird. Alle Hybrid-Clouds stellen unweigerlich auch Multi-Clouds dar, aber nicht alle Multi-Clouds sind Hybrid-Clouds.
Multi-Clouds werden dann zu Hybrid-Clouds, wenn mehrere Clouds durch eine Art Orchestrierung oder Integration miteinander verbunden werden.

Dieser Cloud-Typ erfreut sich vor allem größer Beliebtheit, weil Unternehmen durch Multi-Clouds sowohl eine bessere Performance als auch eine erhöhte Sicherheit erzielen können. Multi-Cloud-Umgebungen können absichtlich erzeugt werden, etwa, um bessere Kontrolle über sensible Daten zu haben oder aber zufällig vorhanden sein.

Welche Arten von Cloud-Services gibt es?

Cloud-Services sind ein Sammelbegriff für Plattformen, Software und Infrastruktur, die von einem Drittanbieter gehostet und Nutzern über das Internet bereitgestellt werden. Nicht immer muss dieser Service mit einem Entgelt bezahlt werden, häufig ist das jedoch der Fall.

Cloud-Services lassen sich in drei Haupttypen unterscheiden. Zum einen sogenannte Infrastrucure-as-a-Service (IaaS), Platforms-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS).

IaaS

Unter IaaS versteht man, dass ein Cloud-Serviceanbieter die Infrastruktur, also die eigentlichen Server des Netzwerks, sowie die Virtualisierung und den Datenspeicher über eine Internetverbindung für den Anwender verwaltet. Der Nutzer greift über ein Dashboard oder eine API auf die Cloud zu.

Er mietet die Infrastruktur im Wesentlichen. Während der Nutzer Komponenten wie Betriebssystem, Middleware und Apps verwaltet, liegen Hardware, Networking, Festplatten, Server sowie Storage in der Verantwortung des Anbieters.

Dieser ist also nicht nur für die Bereitstellung dieser verantwortlich, sondern muss auch bei jeglichen Ausfällen, notwendigen Reparaturen oder Hardware-Problemen reagieren. Darum fallen die typischen Cloud Storage-Anbieter in diese Kategorie von Cloud-Services.

PaaS

Beim PaaS-Modell hingegen werden Hardware und Anwendungssoftwareplattform von einem externen Cloud-Serviceanbieter bereitgestellt, während der Nutzer die Apps und die Daten, auf denen die App basieren verwaltet. Diese Form des Cloud-Services zielt in erster Linie auf Programmierer und Entwickler ab, die den größten Nutzen daraus ziehen können.

Denn durch die gemeinsam genutzte Cloud-Plattform für die Entwicklung und das Management der eigenen Anwendungen müssen Anwender nicht erst die für den Prozess benötigte Infrastruktur aufbauen und verwalten. Das spart Zeit, Geld und Mühe, die man in direkt in die Entwicklung des eigenen Programms investieren kann.

SaaS

Bei SaaS handelt es sich um einen Service, der Nutzern eine Softwareanwendung zur Verfügung stellt, die der Cloud-Serviceanbieter managt. Typischerweise handelt es sich bei SaaS-App um Webanwendungen oder mobile Apps, auf die Nutzer von einem Webbrowser zugreifen können.

Sowohl Software-Updates, Softwarewartungen als auch Fehlerbehebungen fallen in die Verantwortlichkeit des Services-Anbieter. Die größte Stärke von SaaS liegt darin, dass es überflüssig wird, eine App lokal auf dem Computer eines einzelnen Anwenders zu installieren und Möglichkeiten zu einem umfassenden Gruppen- oder Teamzugriff geboten werden.

FAQ

Bei IT-Workloads handelt es sich allgemein um die Arbeitsbelastung einer Funktionskomponente oder Service-Einheit eines IT-Systems. Man kann sich Workloads als zu bewältigende Aufgaben vorstellen, die von der Rechenkapazität der Systeme abgearbeitet werden müssen.

Typischerweise führen sie bestimmte Aufgaben aus, wie Anfragen von Anwendungen oder Benutzern zu beantworten. Im Cloud Computing sind diese Einheiten in der Regel plattformunabhängig und werden als Services von einer Cloud bezogen.

Am sichersten gelten Hybrid-Clouds, da sie die besten Eigenschaften aller Cloud-Modelle in sich vereinen. Nutzer und Administratoren können hier Datenrisiken am effektivsten minimieren, indem sie Workloads und Daten entsprechend der Sicherheitsanforderungen zwischen den Cloud-Umgebungen hin- und herschieben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass andere Clouds automatisch unsicher sind. Public Clouds sehen sich dank der vielen Zugangspunkte jedoch größeren Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt aus Hybrid-Clouds.
Bei Private Clouds fällt dieses Risiko etwas geringer aus, da Workloads hinter Firewalls ausgeführt werden. Der genaue Sicherheitsstandard hängt jedoch hier im wesentlichem vom Sicherheitsniveau der Firewall ab.

Eine Personal Cloud stellt ebenso eine Private Cloud dar, wird jedoch nur von einem Anwender allein genutzt. Der Hintergrund dieser Cloud-Systeme ist, dass Anwender ihre Dateien auf mehr als einem Gerät nutzen und bearbeiten möchten.

Darum ist eine Personal Cloud heutzutage schon in vielen Bereichen ein realer Teil des Alltags von Menschen geworden.