7 einfache Tipps für das richtige Sitzen am Schreibtisch

Fakt ist: Langes Sitzen schadet der Gesundheit. Neben orthopädischen Beschwerden steigt auch das Risiko für Herz-, Kreislauf- und andere Stoffwechselerkrankungen mit zunehmender Sitzdauer an. Fakt ist ebenfalls: Der Büroarbeitsplatz in den eigenen vier Wänden ist häufig nicht für eine Dauernutzung konzipiert. Die Folge: Rückenschmerzen und Nackenverspannungen werden ausgelöst, ohnehin schon vorhandene Beschwerden werden noch zusätzlich verstärkt. Berücksichtigt man nun noch aktuelle Entwicklungen, in denen ausbleibende Arbeitswege, gestrichene Freizeitaktivitäten oder gar eine Quarantäne den Bewegungsmangel weiter einschränken, verschärft sich die Lage noch und dem Menschen fällt es schwer, sich in der ungewohnten Tagesstruktur zurecht zu finden.

Das Zauberwort, um auch im Homeoffice Wohlbefinden und Arbeitskraft in Einklang zu bringen, heißt Ergonomie. Ihr Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen und den Arbeitsablauf so zu optimieren, dass zum einen die Ergebnisse der Arbeit möglichst optimal sind, zum anderen aber auch der arbeitende Mensch nicht gesundheitlich geschädigt wird, auch wenn er seine Tätigkeit über einen längeren Zeitraum ausübt. Und dazu gehört eben auch eine ideale Sitzposition am Schreibtisch.

1 Der Stuhl

Auch wem im Homeoffice der moderne, verstellbare Schreibtischstuhl nicht zur Verfügung steht, kann sich mit zwei Instrumenten behelfen: Ist der Stuhl zu hoch und die Füße stehen nicht richtig auf dem Boden, sorgt eine kleine Erhöhung unter dem Schreibtisch für Abhilfe. Hierzu reicht bereits ein Hocker oder eine Kiste. Wichtig ist, dass die Füße einen festen Stand haben und Knie- und Hüftgelenke möglichst in einem 90 Grad-Winkel stehen. Sollte der Stuhl zu niedrig sein, lässt sich die Sitzposition durch ein Kissen oder eine gefaltete Decke flexibel erhöhen.

2 Die Rückenlehne

Auch hier gilt, dass ein herkömmlicher Küchenstuhl nicht automatisch dazu führen muss, dass der Sitzkomfort und damit einhergehend auch die Gesundheit leidet. Ist lediglich ein Stuhl mit starrer Rückenlehne vorhanden, können schon Polster der Gartenmöbel oder abermals eine Decke für mehr Bequemlichkeit sowie Entlastung der Wirbelsäule sorgen.

3 Bildschirmhöhe beim PC

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass die oberste Bildschirmzeile leicht unterhalb der waagerechten Sehachse liegen soll. Wer im heimischen Büro also zu sehr nach unten schaut, kann mit einer erhöhenden Unterlage improvisieren. Erlaubt ist, was hilft, ganz gleich, ob es sich um eine Box, ein Buch oder ein Paket handelt.

4 Bildschirmhöhe beim Laptop

Auch beim mobilen Gerät gilt, dass die Blickrichtung möglichst waagerecht verlaufen sollte. Beim Laptop sollte daher entsprechend das komplette Gerät erhöht werden. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, eine externe Tastatur und Maus zu nutzen. Arme und Hände lassen sich so freier und achsengerechter bewegen. Das entlastet Schulter und Nacken und beugt dem unbewussten Vorschieben des Kopfes vor.

5 Der Tisch

Auch hier können zwei Varianten ein ergonomisches Arbeiten beeinträchtigen – ein zu hoher oder ein zu niedriger Tisch. Im ersteren Fall lässt sich dies mit der Regulierung der eigenen Sitzhöhe durch Einstellung des Stuhls sowie der Fußposition kompensieren. Ist der Tisch zu niedrig, sollte die komplette Arbeitsfläche mit Hilfe einer Unterlage erhöht werden. Empfehlenswert sind hier Unterlagerungen, die die Tischfüße anheben. Übrigens: wer die optimale Schreibtischhöhe zur eigenen Körpergröße berechnen möchte, kann dies unter www.blitzrechner.de/ergonomie/ tun.

6 Die Sitzposition

Die Einrichtung des Arbeitsplatz ist das eine, die eigene Disziplin bei der Sitzposition ist das andere. Die richtige Haltung am Schreibtisch kann Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich ebenso vorbeugen wie Gelenke, Sehnen und Nerven von der Hand bis zum Ellenbogen schonen. Ein Monitor, der mindestens auf eine Armlänge entfernt platziert ist, entspannt Oberkörper und Augen. Beim Bedienen von Maus und Tastatur sollten sich die Ellenbögen stets auf gleicher Höhe befinden, um einseitigen Belastungen entgegenzuwirken und Verkrampfungen vorzubeugen. Ein leicht gekipptes Becken verhindert eine unnatürliche Haltung des Rückens. Bei der Bedienung der Maus verhindern Handauflagen das Abknicken der Hände. Und nicht zuletzt nimmt der Körper durch möglichst parallel zueinander aufgesetzte Füße eine gesündere Haltung ein. Im Gegensatz zu übereinander geschlagenen Beinen wird die Belastung gleichmäßig auf beide Körperhälften verteilt.

7 Bewegung

Perfekte Voraussetzungen für das richtige Sitzen am Schreibtisch sind gut, zwischenzeitliche Bewegung während eines Arbeitstages im Homeoffice sind aber ebenfalls unerlässlich. Der menschliche Körper wurde dafür entwickelt, in Bewegung zu sein. Deshalb sollten kleinere Wege unbedingt in den Büroalltag eingebaut werden. Schon der Gang zum Kühlschrank, um sich ein Getränk zu holen, kann da helfen. Zumal viel trinken ohnehin eine gute und gesunde Idee ist.

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