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Satelliten-Internet von Konnect im Test

Satelliten-Internet stellt eine gute Alternative für Gebiete dar, in denen weder VDSL- noch Glasfaseranschlüsse verfügbar sind. Aber auch Bereiche, in denen das verfügbare Internet häufig Überlastungen und Ausfällen unterlegen ist, können durch den Umstieg auf Satelliten-Internet profitieren.

Um zu sehen, wie sich die Satelliten-Internetverbindung von Konnect schlägt, habe ich die Internetverbindung über mehrere Wochen hinweg getestet. Dabei lag mein Augenmerk nicht nur auf der Stabilität der Verbindung und eventuellen Ausfällen, sondern ebenso auf der Frage, wie sie sich im Geschwindigkeitsvergleich mit anderen Verbindungsmöglichkeiten messen kann.

  • Schnelles Internet unabhängig von anderen Anschlussmöglichkeiten
  • Internetanschluss auch auf dem Land möglich
  • Stabilere Verbindung als andere Anbieter in Gebieten mit besonders hoher Netzauslastung
  • Nimmt viel Platz ein
  • Bei Mietobjekten gegebenenfalls Einverständnis des Vermieters notwendig
  • Höhere Ping-Zeiten

Was zeichnet Satelliten-Internet aus?

Satelliten-Internets größte Stärke besteht in der flexiblen Möglichkeit, Internet auch in die entlegensten, ländlichsten Gegenden zu bringen. Das bedeutet, dass Anwender hierbei nicht darauf angewiesen sind, welche anderen Internetanschlüsse am eigenen Wohnort verfügbar sind und dennoch eine Übertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload erreichen können.

Gerade in Gegenden, die vom schnellen Internet sonst abgeschnitten sind, ist das ein großer Vorteil. Aber auch Gebiete, in denen häufig Internetnetze überlastet sind oder häufige Ausfälle zur Norm gehören, profitieren von Satelliten-Internet als Alternative. Für Firmen kann sich ein Satelliten-Internetanschluss so beispielsweise als Backup-System eignen, wenn man ohne Internet-Zugang mit Umsatzeinbußen rechnen muss.

Lieferumfang

Konnects Satelliten-Internet wird in Einzelteilen geliefert, die vom Techniker vor Ort entsprechend montiert werden. Dazu gehören neben der Satelliten-Schüssel mit ihren Bestandteilen und zugehörigen Halterungen ebenso ein Modem und benötige Kabel.

Das Paket fällt allein dank der Metall-Teile der Satelliten-Anlage besonders groß und schwer aus. Interessant ist, dass das Montage-Zubehör über Konnect vorab geliefert wird und nicht erst durch die Monteure gebracht wird. Man sollte also gegebenenfalls damit rechnen, dass das Paket ein oder zwei Tage im Flur verbringt, bevor die eigentliche Montage erfolgt.

Montagemöglichkeiten

Je nach Wunsch kann das Satelliten-Internet auf dem Dach, an der Wand oder auf dem Boden montiert werden. Nicht jedes Dach bietet ausreichend Platz und Verankerungsmöglichkeiten für diese Modelle.

Wer über eine Wandmontage nachdenkt, sollte vorab wissen, ob sich eine Dämmung im Inneren der Wand befindet. Da nicht jede Standard-Wandhalterung für eine Dämmung geeignet ist, kann es in solchen Fällen notwendig sein, einen Teil der Dämmung für die Verankerung der Satelliten-Anlage zu entfernen.

Das Aufstellen auf dem Boden ist die einfachste Art, das Gerät unterzubringen. Hierbei wird die Anlage wahlweise in Beton aufgestellt oder mit Bodenplatten beschwert.
Egal für welche Montagemöglichkeit man sich entscheidet, eines müssen sie alle gemeinsam haben. Nämlich die Ausrichtung der Satelliten-Schüssel nach Süden aus, damit sie die Internetsignale empfangen kann.

Wer auf der Südseite seines Gebäudes keine Möglichkeit zum Aufstellen hat, kann womöglich auch hinter das Haus ausweichen. Dabei ist jedoch entscheidend, dass die Satelliten-Anlage weiter weg vom Gebäude aufgestellt werden muss als das Gebäude hoch ist, da nur so eine Signalübertragung hinter dem Gebäude möglich wird.

Besonders in großen Städten mit hohen Wohngebäuden ist das schwierig umzusetzen, in ländlichen Gegenden hingegen ist der Platz häufig vorhanden. Wer zur Miete wohnt, benötigt für sämtliche Montagearten, die ein Bohren am Gebäude nötig machen, die Erlaubnis des Vermieters.

Wer auf diese Erlaubnis verzichten möchte, kann daher nur auf die Variante zurückgreifen, das Modell auf dem Boden aufzustellen. Aber Achtung: Auch das Bohren, das nötig ist, um das Kabel ins Haus zu führen, benötigt das Einverständnis des Vermieters.

Wer hier Probleme vermeiden möchte, sollte auf eine sogenannte Fensterdurchführung zurückgreifen. Diese wird ins Fenster selbst eingesetzt, ohne etwas am Haus zu verändern und benötigt daher nicht die Zustimmung des Gebäudebesitzers.

Bei der Auswahl der richtigen Position, sollten auch mögliche Hindernisse, wie etwa Äste von Bäumen, berücksichtigt werden. Alles, was im direkten Empfangsbereich des Spiegels im Weg steht, kann zu einer Beeinträchtigung in der Übertragung führen.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck der Satelliten-Anlage fällt positiv aus. Die Satelliten-Schüssel steht stabil im Vorgarten und bleibt ihrer gewählten Ausrichtung treu.

Das Modem selbst fällt schön schmal und schlank aus, sodass es sich hervorragend für eine Positionierung auf der Fensterbank eignet, wen man sich bereits für eine Fensterdurchführung entschieden hat. Doch auch in andere Bereiche lässt es sich problemlos einfügen, da auch das schlichte und schwarze Design nicht negativ im Raum auffällt.

Man sollte jedoch darauf achten, dass das Modem frei genug steht, um sich selbst ordentlich zu belüften, damit es keine Gefahr dafür gibt, dass das Modell heiß läuft. Gut gefällt mir, dass die Verbindung selbst stabil bleibt, wenn es leichte Regen- und Schneefälle gibt.

Bei stärkeren Wetterproblemen kann es jedoch ähnlich wie bei Satellitenfernsehen zu Beeinträchtigungen und Ausfällen kommen.

Verbindungsgeschwindigkeit

Wie bei allen Internetverbindungen steht auch bei diesem Test die erreichte Geschwindigkeit im Fokus. Konnects Satelliten-Internet soll in diesem Tarif eine Geschwindigkeit von 100 Mbit/s im Download sowie 10 Mbit/s im Upload erreichen können.

Wie viel von dieser Maximal-Leistung zu welcher Zeit erreicht wird, gibt Aufschluss darüber, wie sich der Anschluss im Vergleich zu anderen schlägt. Um zu sehen, wie gut die Verbindung im Vergleich zu anderen abschneidet, habe ich es zu verschiedenen Zeiten getestet.

Zum einen Werktags gegen 8:00 Uhr, um zu sehen, wie die Verbindungsgeschwindigkeit sich zum Beginn eines Home-Office-Tages macht. Des Weiteren Werktags gegen 20:00 Uhr, um zu überprüfen, welche Auswirkungen der Feierabend auf die Geschwindigkeiten des Tarifs haben.

Zu guter Letzt durfte auch die Rush-Hour am Wochenende nicht fehlen. Das Messergebnis Sonntag 20:00 Uhr gibt mir Aufschluss darauf, wie sich die Internetverbindung zu den größten Stoßzeiten schlägt.

Hier konnte das Satelliten-Internet insgesamt gut überzeugen. Zwar fällt das Messergebnis am Sonntag zur Rush-Hour mit einer Downloadgeschwindigkeit von nur 68,50 Mbit/s geringer aus als die Maximal-Geschwindigkeit.

Dabei bleibt der Wert jedoch noch immer über 50 Prozent der versprochenen Leistung, was ein überraschend gutes Ergebnis im Vergleich zur hiesigen DSL-Verbindung darstellt. Diese darf sich nämlich mit nur 33,99 Mbit/s statt der möglichen 100 Mbit/s zufriedengeben.

Der Upload beim hiesigen DSL-Anbieter fällt mit 10,81 Mbit/s zwar schneller aus als das Satelliten-Internet mit 3,95 Mbit/s, bedenkt man jedoch, dass Satelliten-Internet ohnehin nur für einen geringeren Upload gestaltet wurde, verwundert das nicht. Die Downloadgeschwindigkeit ist für viele Anwender hier wesentlich entscheidender, da gerade Video-Streaming oder Surfen dort schnelle Zeiten benötigt.

Werktags gegen 8:00 Uhr sind kaum Schwankungen in der Geschwindigkeit zu spüren. Hier werden gut 83,39 Mbit/s im Download sowie 4,93 Mbit/s im Upload erreicht. Dass die Upload-Rate hier prozentual hinter der Downloadrate zurücksteht, mag darin begründet liegen, dass zur Office-Zeit mehr Anwender Dateien hin und her senden, anstatt sich mit Video-Streaming zu beschäftigen.

Auch Werktags gegen 20:00 Uhr präsentiert sich das Satelliten-Internet noch immer mit soliden Werten. So erhalten wir 86,08 Mbit/s im Download sowie 5,44 Mbit/s im Upload. Alles in allem erreicht die Verbindung damit auch für hochwertiges Video-Streaming ausreichend hohe Raten.

Fazit

Konnects Satelliten-Internet bietet eine stabile Internetverbindung, die insbesondere für ländliche Gegenden eine hervorragende Alternative darstellt. Bis Weilen stellt sie für ländliche Gebiete sogar die einzige Option für eine schnelle Internetverbindung dar.

Die Vergleiche zwischen meinem DSL-Anbieter und dem Satelliten-Internet haben gezeigt, dass das Satelliten-Internet bei einigen Stoßzeiten sogar die Nase vorn hat, was die Übertragungsrate für Downloads betrifft. Bei Uploads hingegen bleibt der DSL-Anbieter in Führung, was jedoch schon darin begründet liegt, dass die Satelliten-Internetverbindung von vorneherein nur für einen geringeren Upload konzipiert wurde.

Wer also häufiger mit seinem Internetanschluss Probleme hat und weder auf Glasfaser noch gute VDSL-Angebote setzen kann, für den kann der Wechsel zum Satelliten-Internet eine große Bereicherung sein.

Angenehm überrascht hat mich vor allem, dass selbst zu den Stoßzeiten, sonntags zur Rush-Hour noch immer ausreichend Internetgeschwindigkeit vorhanden war, um auch Videos angenehm schnell zu streamen. Das mag jedoch auch darin begründet sein, dass die Satelliten-Nutzung in diesem Gebiet noch relativ gering ausfällt und könnte in Bereichen mit mehr Auslastung durch Satelliten-Internet schwanken.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Woran kann es liegen, wenn die Satelliten-Schüssel an der gleichen Position schlechteren Empfang aufweist?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Womöglich sind Hindernisse in den Weg des Geräts geraten, die vorher nicht vorhanden waren, wie unter anderem Äste eines Baumes, die sich im Wachsen erweitert haben und nun in den Weg der Schüssel ragen.

Doch auch das Wetter kann hier eine wesentliche Rolle spielen. Bei starken Schnee- und Regenfällen kann es zu Schwankungen in der Satelliten-Verbindung kommen, ähnlich, wie man es auch von Satellitenfernsehen kennt.

Sollte das Wetter also gerade schlecht draußen sein, ist das die wahrscheinlichste Ursache für die Veränderung im Empfang. Auch die Auslastung des Netzes zu Stoßzeiten kann die exakte Empfangsgeschwindigkeit beeinträchtigen.

Eignet sich Satelliten-Internet auch für Gamer?

Satelliten-Internet weist aufgrund der Tatsache, dass es mit einem Satelliten kommuniziert, der sich in einer Höhe von 36.000 Kilometer befindet, längere Signalübertragungen auf. Das führt zu entsprechend hohen Ping-Zeiten, die auch schon im höheren dreistelligen Bereich landen.

Wer also darauf aus ist, Online-Games zu spielen und dabei auf rasche Signalübertragung angewiesen ist, für den eignet sich Satelliten-Internet leider nicht. Videospiele, die hingegen nur Updates oder Cloud-Speicher für Spielstände nutzen, können ganz normal genossen werden.

Wo kann Satelliten-Internet montiert werden?

Satelliten-Internet kann überall dort aufgestellt werden, wo sich ausreichend Platz für die Satelliten-Schüssel findet. Das kann ein Balkon, ein Garten, eine Stelle an der Hauswand oder ein Gebäudedach sein.

Wichtig ist, dass die Satelliten-Schüssel so aufgestellt werden kann, dass sie nach Süden zeigt und nicht von Hindernissen in ihrer Übertragung eingeschränkt wird. Wer sich nicht sicher ist, inwieweit sich das eigene Grundstück dafür eignet, sollte sich vorab beraten lassen.