Home Office Kinder beschäftigen: 6 Tipps

Kinderbetreuung – So können Kinder beschäftigt werden

Kinder sind etwas Wunderbares. Sie geben dem Leben die zusätzliche Würze, machen es vollkommen. Aber Kinder sind auch eine Herausforderung, können anstrengend, manchmal sogar nervig sein. Sie zwingen einen dazu, das eigene Leben neu oder anders zu organisieren. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Menschen im Home Office arbeiten, kann es zur anspruchsvollen Aufgabe werden, Kinder zu beschäftigen. Der eigenen Arbeit weiter effektiv nachgehen und gleichzeitig den Ansprüchen der Kinder gerecht werden, das ist die Nuss, die es zu knacken gilt. Hier nun einige Tipps, wie sich Arbeit und die Betreuung der Kinder wunderbar in Einklang bringen lassen.

Playstation und Co. – klare Regeln helfen

Die einfachste, aber auch gleichzeitig häufig einfallsloseste Methode, um ein Kind zu beschäftigen, ist das Parken des Nachwuchses vor der Playstation, dem PC, Tablet oder Smartphone. Das kann und darf keine Dauerlösung sein. Kinder, die zu viel Zeit vor Bildschirmen oder Displays verbringen, werden träge, auf Dauer sehr unausgeglichen, manchmal sogar aggressiv, vor allem, wenn Eltern kein gesteigertes Interesse daran zeigen, was ihre Kinder da so treiben, wenn sie stundenlang vor technischen Geräten hocken.

Allerdings: Kindern grundsätzlich den Umgang mit den aktuell angesagtesten Medien zu verbieten, ist ebenfalls der falsche Ansatz. Entscheidend ist, was und in welchem Umfang sie davon Gebrauch machen. Klare Regeln sind beispielsweise bei der täglichen Dosis ein guter Ansatz. Wer vorher festlegt, wie lange sein Kind “zocken” oder sich einfach nur berieseln lassen darf, muss sich nicht immer wieder aufs Neue mit seinem Kind auseinandersetzen, warum die Zeit denn jetzt schon wieder vorüber ist oder warum es an dem einen Tag drei Stunden, am nächsten Tag aber nur eine Stunde am Computer etc. spielen darf. Darüber hinaus gibt es in diesem Bereich wirklich sinnvolle Beschäftigungen, von denen Kinder profitieren können.

Drei Beispiele hierfür: 

  1. Spiele auf der Playstation können durchaus vernünftig sein. Es gibt dort etliche Varianten, bei denen Kinder sehr kreativ agieren können. Man muss sich nur die Mühe machen, sie zu finden und Kinder dann auch dafür loben, wenn sie in einer virtuellen Welt etwas erschaffen haben.
  2. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sportvereine, die im Internet Online-Kurse anbieten. Gerade während der Corona-Krise hielten die Vereine auf diese Weise Kontakt zu ihren Mitgliedern, wovon aber auch die Allgemeinheit profitierte. Technik und Bewegung lassen sich mit diesen Online-Sportstunden wunderbar verbinden. Neben Sportvereinen gibt es aber auch zahllose weitere Anbieter von Workouts und Fitness-Übungen im Netz, mit deren Hilfe sich Kinder im eigenen Zimmer bewegen können und Spaß dabei haben.
  3. Lern-Apps klingen für Kinder auf den ersten Blick zwar nicht sonderlich spannend und vielleicht bedarf es zunächst einmal einer gewissen Überredungskunst, um sie hierfür zu begeistern. Aber der Spaß kommt bei der Nutzung und wenn bestimmte Lernziele erreicht sind, werden sie oftmals noch mit kleineren Belohnungen in Form von Spielmünzen oder dergleichen versehen, die dann für kindgerechte Computerspiele genutzt werden können.

Bewegung ist immer eine gute Variante

Kinder, die sich viel bewegen, sind auch wesentlich ausgeglichener. Das ist eine Tatsache, aber auch keine neue Erkenntnis. Für Kinder bieten sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses eine Fülle von Möglichkeiten, sich zu bewegen. Dabei dürfen Bewegungsformen, die schon seit Generationen bei Kindern gut angekommen sind, gerne wieder verwendet werden. Seilspringen, Sackhüpfen oder Eierlaufen funktionieren auch heute noch sehr gut. Hinzu kommen Klassiker wie Federball oder Beachball sowie aktuell beliebte Sport- und Spielarten wie Trampolin oder Rashball. Wichtig für die Eltern: nicht nur die Kinder zur Bewegung animieren, sondern auch mal selbst mitspielen. Das bereitet den Kindern Spaß und sorgt selbst für eine willkommene Abwechslung vom Büroalltag.

Spiele-Klassiker, aber mit neuen Ideen

Sie sind längst noch nicht ausgestorben, die Brett-, Karten- und Würfelspiel-Klassiker wie Mensch, ärgere dich nicht!, Mau-Mau, Kniffel, Monopoly oder Mühle. Wer es einmal ausprobiert hat, wird schnell merken, dass diese Spiele auch im 21. Jahrhundert bei Kindern noch nichts von ihrem Reiz eingebüßt haben. Und wer möchte, kann die existierenden Regeln dieser Spiele mit neuen Ideen garnieren. Beim Monopoly geht das zum Beispiel so, dass Häuser und Hotels sofort gebaut werden können, ohne sämtliche Straßen einer Farbe zu besitzen. Beim Kniffel gibt’s für einen Pasch, eine Straße oder Full House 100 Punkte, wenn’s im ersten Versuch erreicht wird. Dem Ideenreichtum sind da keine Grenzen gesetzt.

Kreativität beim Spielen

Warum nicht auch mal ein eigenes Spiel erfinden oder innerhalb des Zuhauses der Kreativität freien Lauf lassen!? Ein kombiniertes Würfel- und Brettspiel ist schnell aus der Taufe gehoben – einfach ein Blatt Papier nehmen, etwa 100 Felder (oder mehr) einzeichnen und bestimmte Felder mit bestimmten Aufgaben versehen. Das kann enorm lustig sein, wenn auf Feld 10 erst fünf Liegestützen (oder mehr) gemacht werden müssen, während der Mitspieler weiter würfeln darf. Auf Feld 20 muss man sich komplett umziehen, auf Feld 30 alle Türen im Haus einmal berühren usw.. Für die nächste Runde dürfen sich alle Mitspieler wieder neue Aufgaben einfallen lassen.

Ebenfalls im Haus realisierbar: Verstecken, Kissenschlachten, Höhlen bauen, Spiele mit Softbällen oder vielleicht mal den Esszimmertisch zur Tischtennisplatte umfunktionieren. Kurzum: man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um Kindern einen abwechslungsreichen Tag zu bieten.

Ausflüge vor der eigenen Tür

Zu den Wörtern, die bei jedem Kind leuchtende Augen auslösen, zählt ohne Frage das Wort “Ausflug”. Wobei es nicht immer die Fahrt in den womöglich teuren Zoo oder Freizeitpark sein muss. Seen, Wälder oder Wiesen in der direkten Umgebung können ebenfalls eine gelungene und spannende Abwechslung sein. Gemeinsam mit dem Kind auf Entdeckungsreise gehen, kann sowohl für Eltern als auch für Kinder befruchtend sein. Kastanien sammeln im Wald, Blumen pflücken auf einer Wiese oder Steine über einen See flitzen lassen sorgt auf beiden Seiten für Spaß. Stichwort Wasser: Der Besuch im nahegelegenen Freibad/Hallenbad darf auch immer mal wieder eingestreut werden. Kinder und Wasser – das passt in den allermeisten Fällen einfach gut zusammen. Auch für die kurze Pause eignet sich ein kleiner Ausflug, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inlinern.

Und wenn’s in der Woche nicht geklappt hat und auch am Wochenende die Zeit am Tag knapp ist: das Zelt im eigenen Garten ist für die Nacht schnell aufgebaut und allemal eine aufregende Alternative.

Zeit zum Relaxen geben 

Bei allem Eifer, die eigenen Kinder zu beschäftigen, sollten Eltern eins nicht vergessen: Kinder sollten auch Zeit zum Relaxen erhalten. Sich einfach mal ins eigene Zimmer zurückziehen, ein Buch anschauen oder lesen, mit den eigenen Spielsachen spielen, ein Bild malen oder sich aufs Bett legen und einem Hörspiel lauschen – das sollte nicht nur möglich sein, das muss sogar machbar sein. Kinder von einer Unternehmung in die nächste zu treiben, ist keine gute Lösung. Und übrigens: Relaxen ist auch gemeinsam mit dem Kind möglich. Da darf es dann auch gerne mal ein Film sein, den man sich gemeinsam im Fernsehen anschaut. Oder das gemütliche Zusammensitzen beim Essen. Auch das ist Kinderbetreuung.

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