Home Office Zeitmanagement: 7 Methoden für mehr Produktivität

Der genaue Unterschied zwischen dem Homeoffice und dem mobilen Arbeiten

Irrtümlicherweise verstehen viele Personen unter dem Begriff „Homeoffice“ genau das, was eigentlich das mobile Arbeiten ist. Weißt Du, was das Homeoffice ist?

Unter einem Homeoffice wird ein fest eingerichteter Arbeitsplatz verstanden, bei dem sowohl die Ausstattung als auch die Ausrüstung als solche vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist der Arbeitnehmer jedoch in der Pflicht, erreichbar zu sein. Bei einem sogenannten Homeoffice greift desweiteren auch das Arbeitsschutz- und Arbeitsstättenrecht. Dies hat zur Folge, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, zu überprüfen, ob die arbeitsschutzrechtlichen Standards im Homeoffice des Arbeitnehmers eingehalten werden.

Das mobile Arbeiten hingegen umfasst lediglich einen Arbeitsauftrag, der die Option bietet, diesen mobil ausüben zu dürfen. Hierbei gilt es lediglich, dass der Arbeitnehmer zwar für den Arbeitgeber erreichbar sein muss, seine Arbeit jedoch dort ausführen darf, wo dieser es gerne würde. Die Entscheidung über die Wahl des Arbeitsortes obliegt demnach also dem Arbeitnehmer.

Warum Zeitmanagement wichtig ist

Gerade in der heutigen Zeit geraten viele Arbeitnehmer in die Gefühlslage, sich ständig unter Drück zu fühlen und immer produktiv sein zu müssen. Allerdings ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass es im eigenen Leben um mehr geht als ausschließlich um die Arbeit.

Doch auch unabhängig von der Arbeit, kann Zeitmanagement dazu führen, dass Du Dich nicht nur produktiver fühlst, sondern Du auch bewusster Deiner eigenen Zeit gegenüber und schlichtweg zufriedener wirst. Lasse nicht außer Acht, dass es sich um Deine ganz eigene Zeit handelt – nutze diese also sinnvoll.

Verwechsle also den Grundgedanken von Zeitmanagement nicht mit der Haltung, dass Du Deine Produktivität gegenüber Deiner Arbeit ins Unermessliche heben musst. Vielmehr trägt ein angebrachtes Maß an Zeitmanagement dazu bei, Deine Lebenszeit mit Bedacht und sinnvoll einzuteilen.

Der Sinn von Time Management

Ob Time Management für Dich ganz persönlich einen Sinn ergibt musst Du letztlich für Dich selber entscheiden. Frage Dich hierfür doch einmal, was Du eigentlich mit Hilfe von Zeitmanagement erreichen möchtest. Sollte Deine Antwort hierauf lauten, dass es Dir darum geht Deine Produktivität im Home Office zu steigern, so ist der Einsatz von Zeitmanagement sicherlich die richtige Entscheidung. Vergiss hierbei jedoch nicht, dass sich eine überlegte Einteilung Deiner Zeit auf Dein gesamtes Leben auswirken kann. Sicherlich mag es zunächst so wirken, dass auf diese Weise eine Menge Arbeit auf Dich zukommt, diese wird sich jedoch auf Dauer auszahlen.

Der Schlüssel liegt hierbei insbesondere darin, in welcher Beziehung Du zur Zeit allgemein stehst. Gesellschaftlich wird der eigentliche Sinn der Zeitplanung häufig einfach verdreht, um sie als Druckmittel verwenden zu können. Auf diese Weise lässt sich der Druck so erhöhen, dass der Gegenüber zu einer noch höheren Produktivität gezwungen wird.

Umso wichtiger ist es also, dass Du Dich mit dem effektiven und vor allem auch erfolgreichen Arbeiten im Homeoffice auseinandersetzt. Lasse es nicht dazu kommen, dass Deine Arbeit, die Du von Zuhause erledigst, überhandnimmt.

Zeitmanagement – für alles findet sich Zeit!

Bedenke stets, dass Dein Tag volle 24 Stunden besitzt. 24 Stunden, die Du Dir völlig frei einteilen kannst. Demnach können auch keine Ausreden zum Tragen kommen, man hätte keine Zeit – denn im Prinzip stimmt dies nicht. Du hast genau die gleiche Anzahl an Sekunden, Minuten und Stunden wie jeder andere Mensch auch.

Der einzige Unterschied, der zwischen den Menschen besteht, ist die Art und Weise, wie sie ihre eigene Zeit einteilen und folglich auch nutzen. Keine Zeit zu haben bedeutet also lediglich, andere Dinge vorzuziehen, die einem wichtiger erscheinen.

Hier ist also die erste Hürde, die es zu nehmen gilt, die Unterscheidung zwischen Irrelevantem und Relevantem vorzunehmen. Auf diese Weise kommt das Wesentliche zum Vorschein. Übertragen auf die Arbeit bedeutet dies also nichts anderes, als das Priorisieren von aufkommenden Aufgaben und ToDos. Denn nur, wenn das Priorisieren auch wirklich richtig verstanden und umgesetzt wird, steht der Weg für ein erfolgreiches Zeitmanagement offen.

1 Methode: Verzichte auf Multitasking!

Wenn Du wirklich Deine Produktivität im Home Office steigern möchtest, solltest Du unbedingt auf Multitasking verzichten. Multitasking führt häufig dazu, dass Du zwischen den einzelnen Aufgaben durcheinanderkommst und Dich verzettelst, anstatt Dich auf eine einzige Sache zu konzentrieren. Es ist demnach wesentlich sinnvoller, die Aufgaben nacheinander abzuarbeiten und auf diese Weise jeder von ihnen die ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Was Du also Du tun solltest:

  • Verzichte auf Multitasking
  • Arbeite Aufgaben nacheinander ab

2. Methode: Stelle Aufgaben, die Du begonnen hast, fertig!

Eine Liste von Aufgaben, die Du zwar begonnen, jedoch nicht fertiggestellt hast, kann durchaus unbefriedigend wirken. Je mehr sich dieses Gefühl in Dir ausbreitet, desto mehr füllen die unerledigten Aufgaben Deinen Kopf. Das Problem dabei ist jedoch, dass sie so den Platz für die wirklich wichtigen Dinge einnehmen. Unterlasse es also mehrere Aufgaben zeitgleich zu beginnen, sondern konzentriere Dich auf die Fertigstellung der Aufgaben. Beginne erst nach Beendigung der einen Aufgabe mit einer neuen. Etablierst Du diese Arbeitsweise in Deinen Alltag, so wirst Du schnell erkennen, dass Du deutlich schneller arbeitest.

Was Du also Du tun solltest:

  • Fange nicht mehrere Aufgaben zeitgleich an
  • Stelle angefangene Aufgaben fertig

3. Methode: Hinterfrage offene Probleme

Ignorierst Du Probleme so gibt es genau zwei Dinge, die passieren können – die Probleme bauschen sich auf oder sie lösen sich von alleine. Häufig ist es allerdings der Fall, dass sie sich tatsächlich mit der Zeit alleine lösen. Dies führt in der Konsequenz jedoch dazu, dass viel zu oft unberechtigt das Gefühl der Sorge aufgeflammt ist.

Umso wichtiger ist es, dass Du nicht sofort vom Schlimmsten ausgehst, sobald Du auf Hindernisse triffst. Sinnvoller ist es stattdessen, dass Du beginnst, die aufkommenden Probleme zu hinterfragen und diese möglicherweise zu relativieren. Im besten Fall kannst Du davon profitieren, dass es sich selbst löst und Du Dir nicht nur Deine Zeit, sondern auch Nerven sparst.

Was Du also Du tun solltest:

  • Hinterfrage und relativiere Probleme

4. Methode: Höre auf, zu viele Dinge zu priorisieren

Sicherlich kennst Du es bereits – wenn Du zu viel planst, verpasst Du den Beginn. Gleiches gilt auch bei der Priorisierung, denn wenn Du zu viel priorisierst, gerätst Du am Ende in Zeitnot. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Du Dich mehr mit dem Zeitmanagement an sich beschäftigst als mit dem Erledigen Deiner Aufgaben. Deshalb solltest Du lieber nur die notwendigen Dinge planen und dann mit Deinen Aufgaben beginnen.

Was Du also Du tun solltest:

  • Plane nur Notwendiges
  • Widme Dich Deinen Aufgaben

5. Methode: Lasse Ablenkungen weg

Bestimmte Situationen können ein Druckgefühl auslösen. Nicht selten sind es solche, in denen Du mit Termindruck an einem Projekt arbeitest und Du erkennen musst, dass noch unzählige To-Dos offen sind. Diese offenen Aufgaben auf Deiner Liste in Kombination mit der immer näher rückenden Abgabefrist lassen den Druck auf Dich immer mehr steigen.

Wenn nun noch ein Kollege oder eine etwaige Ablenkung hinzukommt und Deine Zeit beansprucht, so wird die Zeitnot immer größer. Umso wichtiger ist es also, dass Du überflüssige Ablenkungen aus Deinem Arbeitsalltag streichst oder zumindest reduzierst. Es ist in Ordnung, dass Du Dich zunächst einmal um Deine Aufgaben kümmern möchtest – das Arbeitsergebnis wird Dir das zeigen.

Was Du also Du tun solltest:

  • Lasse Dich nicht ablenken
  • Kümmere Dich um Deine Aufgaben

6. Methode: Lerne, auch einmal nein zu sagen

Um Dein Zeitmanagement wirklich richtig umzusetzen, solltest Du unbedingt lernen, nein zu sagen. Letztlich ist es nämlich völlig kontraproduktiv, wenn Du die Aufgaben der anderen vor Deine eigenen stellst. Es ist völlig in Ordnung, wenn Du aufgeschlossen und hilfsbereit bist – achte jedoch darauf, dass Du Deine eigenen Dinge nicht vernachlässigst.

Denn wenn Du dauerhaft zu allem immer nur „Ja“ sagst, so kann es schnell den Eindruck erwecken, Du seist nicht ausgelastet. Dein eigener Chef wird nicht wissen können, dass auch Du noch genügend Aufgaben zu erledigen hast. Immerhin übernimmst Du auch oft genug die Aufgaben der anderen.

Überdenke aufgrund dessen unbedingt zweimal, ob Du anderen wirklich jede Kleinigkeit abnehmen möchtest… Oder Du stattdessen auch lernst einmal „Nein“ zu sagen und Dich um Deine eigenen Aufgaben zu kümmern.

Was Du also Du tun solltest:

  • Denk an Dich selbst und übernimm nicht immer die Aufgaben der anderen
  • Lerne freundlich aber entschieden „Nein“ zu sagen

7. Methode: Nimm Dir Pausen

Wenn Du gute Einfälle, Inspirationen oder Ideen zur Problemlösung benötigst, so werden Dir diese vermutlich nicht einfallen, wenn Du auf Deinen Bildschirm starrst. Die Hochphase der Kreativität und Lösungsorientierung findest Du vor allem dann, wenn Du Dir einmal eine Pause nimmst. Diese kannst Du vielfältig nutzen – ob bei einem Kaffee, einem gesunden Mittagessen oder einem Spaziergang an der frischen Luft. Gerade, wenn es Dir zu Beginn Deiner Homeoffice-Tätigkeit noch schwer fällt, kann es sinnvoll sein, dass Du Dir einen Timer stellst, wann Du Deine Pause beginnen möchtest. Gleiches gilt in diesem Fall dann auch für die Beendigung Deiner Pause, damit Du diese nicht unnötig lange ausnutzt.

Damit Du wirklich erfolgreich und auch gesund Dein Zeitmanagement betreiben kannst, ist es wichtig, dass Du Dir Pausen einplanst. Pausen sorgen dafür, dass Du wieder ein wenig Energie sammeln kannst, um gestärkt zurück an Deine Arbeit zu gehen. Für Deine Arbeitsleistung ist es wenig zielführend, wenn Du nach dem Motto arbeitest, dass Dein Arbeitstag erst beendet sei, wenn Deine Arbeit fertiggestellt ist. Es fehlt Dir im Homeoffice schlichtweg die Möglichkeit des Ein- und Ausstempels, die Du in den meisten Unternehmen gegeben hast.

Um Deine Pausen sinnvoll zu legen, solltest Du Dir unbedingt ein Tageslimit setzen und jede Deiner Pausen auch in Deinen Kalender eintragen.

Was Du also Du tun solltest:

  • Plane Dir feste Pausenzeiten für Deinen Tag und halte diese ein
  • Trage Deine Pausen in Deinen Kalender ein
  • Beschäftige Dich während Deiner Pausen sinnvoll, um Energie zu tanken

Disziplin anstelle von Motivation

Fakt ist, dass am Ende eines jeden Arbeitstages nur noch die Disziplin übrig bleiben wird. Die Motivation überkommt Dich vielleicht zeitweise, sie ist jedoch nicht von Dauer. Du wirst immer wieder in Zeiten geraten, wo Du zwar gut arbeitest, die Motivation jedoch schlichtweg nicht aufkommen möchte. Deine Disziplin ist also ein deutlich wichtigerer Faktor, damit Du erfolgreich arbeiten kannst.

Wie Du es schaffst, motiviert zu bleiben

Es ist eine Tatsache, dass Disziplin nichts ist, was Du über Nacht erlernst. Es gibt allerdings einige Tipps, die Dir dabei behilflich sein können, motiviert zu bleiben… Auch dann, wenn Du das Gefühl hast, Deine Motivation würde Dich verlassen.

  • Gönne Dir auch einmal Belohnungen.

Es mag sich sehr einfach anhören, allerdings sind Belohnungen eine sehr effektive Methode. Durch Belohnungen hältst Du an Deinen Zielen fest. Mache es Dir hierbei zur Aufgabe, Dich auch dann zu belohnen, wenn Du sowieso bereits motiviert bist. Denn wenn Du dies nicht tust, so kann es dazu führen, dass Du bei Motivationstiefen Schwierigkeiten hast, diszipliniert zu sein. Folglich kann dies auch dazu führen, dass es Dir schwer fällt, Belohnungen überhaupt erst anzustreben und wertzuschätzen.

  • Es kommen Höhen und Tiefen.

Mache Dir bewusst, dass es immer wieder zu Höhen, aber gleichermaßen auch zu Tiefen kommen wird. Zeitweise kann es sehr schwer sein, mit der Zeit werden Deine Aufgaben aber auch wieder leichter. Verliere hierbei nicht Deine Motivation, beiße die Zähne zusammen und halte durch.

  • Übe es aktiv, diszipliniert zu sein.

Es mag sich vielleicht ein wenig seltsam anhören, jedoch ist es sinnvoll, Disziplin zu üben. Dies gelingt Dir besonders dann, wenn Du ohnehin voller Motivation und Tatendrang bist. In solchen Zeiten wird es Dir nicht so schwer fallen, diszipliniert zu sein und Du kannst Dich schrittweise an das Überwindungsgefühl gewöhnen. Auf diese Weise wirst Du Dich selbst zum Durchhalten bringen und Dich pushen können.

Fazit: Das Selbstmanagement

Um Dein Selbstmanagement erfolgreich umzusetzen solltest Du unbedingt damit beginnen Gewohnheiten, klare Strukturen und Routinen in Deine Homeoffice-Umgebung zu integrieren. Wenn Du hiermit früher beginnst, so bist Du auch schneller in der Lage, effizienter und produktiver arbeiten zu können.

Sehe Deine Arbeitsumgebung im Homeoffice also unter keinen Umständen als Belastung, sondern vielmehr als eine Chance, die Du erhältst. Es mag zwar ab und an eine Herausforderung sein, im Homeoffice produktiv zu sein, doch ist es auch sehr angenehm von Zuhause arbeiten zu können.

Sicherlich gibt es so einige Dinge, die Dich von Deiner Arbeit ablenken können und die Du durchaus lieber machen würdest… Lasse Ablenkungen jedoch nicht zu und setze die Methoden des effektiven Zeitmanagements um. Auf diese Weise wirst Du Deine Produktivität im Home Office steigern können und schnell erkennen, dass Du in kurzer Zeit auch von Zuhause aus eine Menge erledigen kannst.

Letztlich obliegt die Entscheidung, wie Du Deinen Arbeitsalltag Zuhause am liebsten gestalten möchtest, ganz alleine Dir. Sowohl das Homeoffice als solches als auch das mobile Arbeiten können Dir viele schöne Vorteile bringen. Die Verantwortung, wie hoch Deine Produktivität im Homeoffice dabei ist, liegt dabei in Deinem eigenen Ermessen.

Schlussendlich ist es sinnvoll, sich mit den Arbeitsmethoden zu beschäftigen, um die Produktivität im Home Office zu steigern. Der Grund dafür liegt darin, dass sich durch die gesundheitliche Lage, beginnend im Frühjahr 2020, eine völlige Wandlung der Arbeitskultur erkennen lässt. Damit einhergehend wurde auch die Digitalisierung der Gesellschaft vorangetrieben, bei der dementsprechend auch das Homeoffice einen wichtigen Faktor darstellt. Die flexible sowie produktive Anpassung ist hierbei ebenfalls sehr wichtig. Es ist also durchaus sinnig, sich an diese neuen Arbeitsweisen zu gewöhnen und mithilfe eines guten Zeitmanagements das berufliche vom privaten Leben zu trennen. Denn eines steht nun einmal fest: Das Homeoffice bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine enorm große Chance. Eine Chance, mehr Flexibilität sowie Freiheit erleben zu können – und nicht selten sogar auch noch produktiver zu sein.

Leave a Comment!