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Schallplatten digitalisieren: In 3 einfachen Schritten

Die alte Plattensammlung wurde auf dem Dachboden gefunden und die Lieblingsmusik von damals auf Schallplatten soll auch unterwegs zum Vergnügen werden?

Oder einfach Ordnung in die riesige Sammlung bekommen und digitalisieren?

Aber du hast keine Ahnung, wie das überhaupt alles funktionieren soll? Kein Problem, bei uns bist du genau richtig.

Wir haben eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung zusammengestellt, wie Schallplatten am besten digitalisiert werden sollten. Dabei zeigen wir dir, wie du die richtige Vorbereitung triffst, geben Tipps für die richtige Software-Verwendung und helfen auch, den Plattenspieler mit dem Computer zu verbinden – ganz egal über welche Anschlüsse der Spieler verfügt.

Schritt #1: Vorbereitung

Die richtige Vorbereitung ist bei vielen Prozessen das A und O. So auch bei der Digitalisierung von Schallplatten.

Du definierst hier quasi den ersten Schritt für die bestmögliche Qualität des Klangs. Damit kannst du deine Musik verlustfrei hören, wenn du alle Schritte beachtest.

Legen wir also los.

Plattenspieler standfest hinstellen

Am besten platzierst du deinen Plattenspieler so, dass er nicht wackelt und keinerlei Vibrationen ausgesetzt ist.

Wackeln die Füße des Spielers noch? Ist der Untergrund standfest? Falls er auch nach mehrmaligen Versuchen nicht problemlos steht ohne zu wackeln, können spezielle Hifi-Racks verwendet werden.

Einstellungen der Tonnadel

Auch bei der Tonnadel müssen bestimmte Einstellungen im Vorfeld getroffen werden. Ratsam ist es, die Nadel in einem 90 Grad Winkel zur Rille des Vinyls einzustellen.

Die S-Tonnadel hat eine bessere Aufnahmequalität als die Standard-Nadel. Wer eine S-Tonnadel besitzt kann Headshell oder Concordsystem benutzen, das ist egal. Bei einer geraden Standard-Tonnadel sollte man nur mit einem Headshellsystem arbeiten.

Während der Wiedergabe sollte die Nadel außerdem in der Mitte der Rille gleiten.

Schallplatte reinigen

Du willst kein Knistern in der Aufnahme hören? Dann reinige deine LPs am besten vorher, um den einzigartigen Klang nicht zu verlieren.

Je nachdem wie lange du sie schon gelagert hast, kann sich viel Staub in den Rillen ansammeln. Grober Staub kann mit einer Carbon-Bürste entfernt werden. Natürlich gibt es hierfür aber auch spezielle Reinigungs-Sets. 

Wir empfehlen
Schallplatten-Reiniger Set für die
Mit dem Link kaufst du zum gleichen Preis ein, aber wir erhalten eventuell eine Provision.

Für weitere Information habe ich bereits ein Artikel über die Reinigung von Schallplatten geschrieben.

Schritt #2: Verbindung mit dem Computer: 3 Arten von Plattenspielern

Die Vorbereitungen sind getroffen? Dann kann es weiter gehen. Es gibt drei verschiedene Arten von Plattenspielern. Anhand dieser unterschiedlichen Arten erklären wir nun die verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten mit dem Computer.

Je nach Art und Weise des Plattenspielers ist die Verbindung mit dem PC mehr oder weniger aufwendig und kann variieren.

Art #1: USB Plattenspieler

Beginnen wir gleich mit der einfachsten, dem USB-Plattenspieler. Diesen kannst du einfach und bequem über den vorhandenen Anschluss mit einem zugehörigen USB-Kabel mit deinem Computer verbinden. Los gehts!

Art #2: Plattenspieler mit Phono Ausgang

Du bist Fan von analogen Plattenspielern? Dann benötigst du im ersten Schritt einem Phono-Vorverstärker, um überhaupt etwas aufnehmen zu können.

Der Plattenspieler gibt nämlich eher schwache Signale ab, welche dann mit diesem Vorverstärker in die digitale Form umgewandelt werden müssen. So überzeugst du dich später beim Hören dann selbst von bester Qualität.

Art #3: Plattenspieler mit Chinch Ausgang

Auch hierfür gibt es eine Lösung mittels eines einfachen Adapters.

Über den Cinch- oder den Line-Ausgang muss ein (Phono)-Vorverstärker geschaltet werden. Anschließend lässt sich der Plattenspieler mit Hilfe eines Adapters an die Soundkarte des Computers anschließen.

Schritt  #3: Passende Software

Audacity

Die richtige Software ist ausschlaggebend für das Ergebnis. Auf dem Markt gibt es natürlich viel, auch viele schwarze Schafe.

Audacity ist eine kostenlose Software, die sich großer Beliebtheit erfreut. Ein kinderleichtes und informatives Programm, welches wie folgt genutzt wird:

Du öffnest das Programm am Computer und erstellst ein neues Projekt über die entsprechende Funktion im Menü.

Wähle jetzt die richtige Eingangsquelle deines Computers in den Einstellungen des Programmes aus.

Empfehlenswert ist jetzt eine kurze Probeaufnahme, in welcher du Lautstärke testen solltest. Ein rotes Zeichen des Eingangspegels ist schlecht und sollte nicht angezeigt werden. Wenn dir das angezeigt werden sollte, musst du die Lautstärke anpassen.

Wenn das alles für dich passt, dann drücke Aufnahme mittels des roten Punktes und schon beginnt deine Aufzeichnung. Ist das Album zu Ende, kannst du Stopp mittels des bräunlichen Vierecks klicken.

Zum Schluss kannst du über die Funktion Datei, mehrere Dateien exportieren, deine Aufnahme in eine MP3-Datei umwandeln.

Kinderleicht also! Nun kannst du deine digitalisierten Platten von unterwegs hören.

Pure Vinyl von Channel D

Eine Vielfalt an Möglichkeiten bietet das Programm Pure Vinyl. Hier werden Einstellungen geboten, mit denen sich Audio-Dateien intensiv optimieren lassen.

Allerdings liegt der Preis für die Vollversion bei 350 €, daher ist dieses Programm für Anfänger nicht unbedingt geeignet. Wir wollten es euch aber natürlich nicht vorenthalten.

Optional bietet es sich auch an, erst die kostenlose Version mit Audacity zu nutzen und wem dort Nachteile auffallen, der kann dann umsteigen zur kostenpflichtigen Versionen von Channel D.

FAQ

Vinyl-Songs werden in Echtzeit digitalisiert, das bedeutet, dass der Prozess eben die Länge des Albums dauert. Meistens muss danach Nacharbeit betrieben werden, damit der Klang und Qualität bestmöglich werden.

Ideal ist ein Plattenspieler mit USB-Anschluss. Bei der Nadel schadet es nicht, sich ein separates System anzuschaffen. Geschwört wird auch hochwertige Tonnadeln, weil diese den Klang am Ende verfeinern und qualitativ hochwertiger werden lassen.

Die Soundkarte sollte 24Bit und 192KHz aufweisen, da hier später bei der Konvertierung zu MP3 das maximale herausgeholt werden kann. Das Übertragungsprogramm Audacity ist für Neu-Digitalisierer sicherlich die geeignetste Variante und zudem kostenlos.