Das Wichtigste in Kürze
- Als Hauptspeichermedium eines Computers erfüllt die Festplatte eine wichtige Rolle. Sie kann abhängig von ihrer Anbringungsform (interne oder externe Festplatte) oder der genutzten Technologie (SSD, SSHD und HDD) in mehrere Unterarten unterteilt werden.
- SSHD-Festplatten stellten dabei eine Hybrid-Festplatte aus SSD und HDD dar, bei der die herkömmliche HDD um einen Flashspeicher ergänzt wird. So kann der Anwender Vorteile beider Festplattentechnologien nutzen.
- Festplatten sind imstande, Daten dauerhaft zu speichern und bewahren diese auch, wenn die Stromzufuhr zum Gerät unterbrochen wird. Das hebt sie vom Arbeitsspeicher ab, dessen Daten geleert werden, sobald der PC ausgeschaltet wird.
Die besten SSHDs
SSHD Ratgeber: Was muss man beim Kauf beachten?
- Preis pro Gigabyte: SSHD-Festplatten sind im Preis zwischen den teureren SSD-Festplatten und den günstigeren HDD-Festplatten angesiedelt. Sie sind daher eine attraktive Alternative für Nutzer, die von der Geschwindigkeit von SSD-Festplatten profitieren möchten, aber denen die Anschaffung einer vollständigen SSD-Festplatte zu teuer ist. Das macht sie als Laptopvariante attraktiv, da dort nicht endlos viele Festplatten eingebaut werden können. Dennoch gibt es auch hierin Preisunterschiede. Als Faustregel kann man sich daran orientieren, dass die Festplatte teurer wird, je größer der darin verbaute Flashspeicher ausfällt.
- Transferrate Lesen/Schreiben: Anhand der Transferrate lässt sich erkennen, wie schnell die Festplatte imstande ist, Dateien auszulesen oder einzuspeichern. Bei SSHD-Festplatten ist hier zu berücksichtigen, dass die Geschwindigkeit des verbauten Flashspeichers und die Geschwindigkeit der Magnetscheibe unterschiedlich ausfallen können. So sollte beim Kauf also berücksichtigt werden, dass die höheren Raten auch nur für den Flashspeicher gültig sind und die Magnetscheibe eine niedrigere Transferrate aufweist.
- Speicher-Typ: Flashspeicher lassen sich in vier Arten von Flash-Technologien unterscheiden: Single-Level-Cell (SLC), Multi-Level-Cell (MLC), Triple-Level-Cell (TLC), sowie Quadruple-Level-Cell (QLC). Abhängig davon unter welche Kategorie der verwandte Flashspeicher der SSHD-Festplatte zählt, sind hier unterschiedliche Speicherdichten zu erwarten. Höhere Speicherdichten bedeuten dabei günstigere Kosten in der Produktion und so geringere Preise. So sind TLC- und QLC-Flashspeicher am preisgünstigsten zu erwerben, während SLC-Flashspeicher am teuersten sind.
- Garantie: Viele Hersteller von SSHD-Festplatten geben über die gesetzliche Gewährleistung hinaus eine Herstellergarantie, die häufig um die fünf Jahre beträgt. Natürlich kann eine Festplatte auch über diese fünf Jahre heraus wunderbar funktionieren, ohne, dass Schwierigkeiten zu erwarten sind. Dennoch sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass Flashzellenspeicher nur eine bestimmte Anzahl an Schreibzyklen überstehen können im Gegensatz zu Magnetscheiben.
- Anschlüsse: Eine SSHD-Festplatte kann über SATA angeschlossen werden. Leider gibt es bisher keine SSHD-Festplatten, die einen Anschluss über M.2 und PCIe unterstützen. Wer eine SSHD-Festplatte nutzen möchte, benötigt daher ein Mainboard, das über SATA-Anschlüsse verfügt. Es wird von Herstellern zwar angestrebt, eine Nutzung von HDD-Festplatten auf PCIe zu ermöglichen, aber bisher ist dies nicht möglich und daher kann nicht eingeschätzt werden, ab wann SSHD-Festplatten auf PCIe angeschlossen werden könnten.
- RPM: Die RPM einer Festplatte gibt an, wie viele Umdrehungen die Festplatte innerhalb einer Minute schafft. Je schneller die Platte sich hierbei dreht, desto schneller kann sie Dateien niederschreiben oder auslesen. Somit gibt RPM einen Überblick darüber, wie schnell eine Festplatte arbeiten kann. Typischerweise werden bei SSHD-Festplatten hier 5.400 RPM oder 7.200 RPM vorweisen.
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FAQ
Wie viele Schreibzyklen übersteht ein Flashspeicher eigentlich?
Das hängt vom Flashzellentyp des Flashspeichers ab. SLC-Flashspeicher überstehen mit 100.000 Schreibzyklen je Zelle die meisten, MLC-Flashspeicher mit 3.000-10.000 Schreibzyklen je Zelle die zweitmeisten und TLC- sowie QLC-Flashspeicher mit 1.000 Schreibzyklen je Zelle die wenigsten Zyklen. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass in der Realität jede Zelle eines Flashspeichers nur so selten wie möglich zur Benutzung herangezogen wird. Dafür sorgt der sogenannte Wear-Leveling-Algorithmus. Es dauert im realen Gebrauch lange, bis diese Schreibzyklen pro Zelle erreicht werden und der Flashspeicher ersetzt werden sollte.
Mit SSHD-Festplatten soll es möglich sein, Computer innerhalb einer Sekunde zu starten. Stimmt das?
Theoretisch wäre es möglich, mithilfe von SSHD-Festplatten den Computerstart so stark zu beschleunigen, ja. Dazu wären jedoch SSHD-Festplatten nötig, die über einen so großen Flashspeicher verfügen müssten, dass das komplette Betriebssystem darauf Daten zwischenspeichern könnte. In der Realität sieht es also anders aus: Die Flashspeicher der meisten, gängigen SSHD-Festplatten sind nicht groß genug, um eine solche Leistung erbringen zu können. Dennoch kann im Durchschnitt mit einer Geschwindigkeitsverbesserung erwartet werden. Die meisten gängigen SSHD-Festplatten unterstützen den Start von Betriebssystem wie Windows 8 in unter zehn Sekunden.
Lohnt es sich eine HDD-Festplatte gegen eine SDHD-Festplatte auszutauschen?
Ja, das lohnt sich vor allem, wenn man eine Geschwindigkeitssteigerung in einem bestehenden Computer erreichen möchte oder wenn man plant, die Festplatte gemeinsam mit weiteren Bauteilen zu erneuern. Alternativ kann es auch eine Überlegung wert sein, eine SDHD-Festplatte zu einer bestehenden HDD-Festplatte hinzuzufügen, wenn noch weitere Steckplätze am eigenen Board ungenutzt sind. So lässt sich nicht nur der interne Speicherplatz bequem erweitern, sondern der neue Speicherplatz kann auch mit größeren Geschwindigkeiten genutzt werden.
Worin liegt der Unterschied zwischen Herstellergarantie und Gewährleistung?
Gewährleistung ist eine gesetzliche Vorgabe, die ein jeder Hersteller oder Händler erfüllen muss. Sie beträgt im Rahmen der EU zwei Jahre. Über diese gesetzliche Vorgabe hinaus haben Händler und Hersteller die Möglichkeit, eine verlängerte Garantie zu ihren eigenen Bedingungen zu geben. Da diese jedoch nicht gesetzlich eingeschränkt sind, können die Bedingungen dafür sehr individuell ausfallen, sodass die Herstellerhinweise dazu beachtet werden müssen.