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TN vs. VA vs. IPS: Unterschiede einfach erklärt

Wer auf der Suche nach einem neuen Monitor oder Laptop ist, wird unweigerlich über die Begriffe VA, TN und IPS stoßen. Alle stellen sie unterschiedliche Typen von Monitoren dar, die für unterschiedliche Zwecke besser geeignet sind.

Welches Panelart ist die beste?
Das hängt klar von den eigenen Wünschen ab. Während TN-Panels die beste Leistung in Form von Bildwiederholungsrate und schnelleren Reaktionszeiten liefern, bestechen IPS-Panels vor allem durch die hohe Farbgenauigkeit und ihre hervorragenden Betrachtungswinkel.

VA-Panels liefern den besten Kontrast und bieten trotz niedriger Reaktionszeit eine gute Zwischenlösung zwischen TN- und IPS-Panels.

TN-Panel – was macht die Panels so leistungsstark?

Bei TN-Panels handelt es sich um die Älteste der vorgestellten LCD-Technologien. TN steht hierbei für „Twisted Nematic“ und bezieht sich auf den Effekt, der es möglich macht, die Flüssigkristallmoleküle mithilfe von Spannung zu koordinieren.

Die genaue Wirkungsweise eines TN-Panels stellt sich komplizierter dar, aber vereinfacht lässt sich sagen, dass die Ausrichtung der Flüssigkeitskristall beim Auftreten von Spannung geändert wird.

Ist also keine Spannung vorhanden, sind die Kristalle förmlich „inaktiv“, sodass die Moleküle so angeordnet sind, dass sie in der Kombination mit sogenannten Polarisationsschichten Licht durchlassen.

Tritt hingegen Spannung auf, blockieren die Kristalle das Licht, wodurch sich das Bild heller oder dunkler färbt. Da dennoch eine konstante Hintergrundbeleuchtung der Flüssigkristalle besteht, können TN-Panels keine echten Schwarzwerte liefern.

Da TN-Panels die leistungsstärksten unter den drei Displaytypen darstellen, sind sie entsprechend weit verbreitet. Sie unterstützen die höchsten Bildaktualisierungsraten und bieten dabei niedrige Reaktionszeiten. Tatsächlich sind TN-Panels mit 144 Hz auch günstiger im Anschaffungspreis als IPS- oder VA-Panels, die die gleiche Bildaktualisierungsrate liefern.

Da TN-Panels auch in höheren Bildaktualisierungsraten wie beispielsweise 240 Hz zur Verfügung stehen und eine niedrige Reaktionszeit für ihren Wechsel von einer Grauschattierung zur anderen benötigen, erfreuen sie sich, insbesondere bei Gamern großer Beliebtheit. Vor allem E-Sportler, die einen möglichst geringen Input-Lag erzielen wollen, setzen auf diese Bildschirmtechnologie.

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IPS vs. TN – bessere Farben und bessere Blickwinkel

IPS steht für „In-Plane-Switching“ und bezeichnet eine LCD-Technologie, die ebenso auf Flüssigkristalle setzt. Im Gegensatz zu TN-Panels werden bei IPS-Displays Kristalle parallel übereinander gelagert und nicht räumlich.

Wird nun eine Spannung erzeugt, absorbieren sie das Hintergrundlicht und werden dadurch dunkel. Durch die überlagerten Flüssigkristalle erreichen sie dabei dunklere Schwarztöne als TN-Panels, obwohl sie dennoch ebenso wenig „echtes“ Schwarz bieten können.

Da diese Effekte hierbei auf der gleichen Ebene stattfinden, verändert sich der Abstand zum Betrachter nicht, wodurch sich die Blickwinkelunabhängigkeit der IPS-Panels ergibt. Im Gegensatz zum TN-Panel werden beim IPS-Display auch intensivere Farbdarstellung geboten, die ebenso blickwinkelbeständig bleibt.

Die Herstellung dieser Display-Art ist jedoch um einiges kostspieliger, sodass der Anschaffungspreis über TN-Panels liegt. Auch der Stromverbrauch fällt im Verhältnis größer aus, da eine intensivere Hintergrundbeleuchtung für die IPS-Technik benötigt wird.

IPS sind deshalb vor allem sinnvoll, wenn es um Farbechtheit und Blickwinkelunabhängigkeit ankommt – etwa bei Bild – und Videobearbeitungen. Auch Filme und Videospiele können auf einem IPS-Panel in mehr Farbvielfalt genossen werden, weshalb sie eine gute Option für alle Gamer darstellen, die nicht auf niedrigere Reaktionszeiten und besonders hohe Bildaktualisierungsraten angewiesen sind.
Auch IPS-Panels mit bis zu 1ms Reaktionszeit und 240 Hz Technologie sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, im Verhältnis zu ihren TN-Geschwistern jedoch teurer in der Anschaffung.

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VA vs. TN

VA steht bei dieser Paneltyp für „Vertical Alignment“ und bezeichnet damit vertikal angeordnete Flüssigkristalle, die eine Ausbreitung des Lichts ermöglichen. Mit Spannung drehen sich die Kristalle horizontal, sodass sie kein Licht mehr hindurchlassen. Auf diese Weise erreichen VA-Panels unter den drei Displayarten die besten Schwarzwerte.

„Echte“ Schwarzwerte können dennoch nur mit selbstleuchtenden Pixeln wie etwa in der OLED-Technologie erreicht werden. Wer jedoch Wert auf einen möglichst guten Kontrast legt, wird mit dem VA-Panel zufrieden sein. In Sachen Farbtreue steht das VA-Panel jedoch hinter der IPS-Technologie zurück.

Die Blickwinkelunabhängigkeit fällt jedoch ähnlich aus, sodass das preisgünstigere VA-Panel eine gute Alternative zu einem IPS-Panel darstellen können. Mittlerweile sind auch viele Gaming-Modelle daher mit einem VA-Panel ausgestattet, da sie einen guten Kompromiss zwischen Bildqualität, Performance und Farbechtheit bieten.

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FAQ:

Nein, keineswegs. Auch heutige Bildschirme können höhere Bildwiederholungsraten erreichen, so beispielsweise 360 Hz bei einigen von Nvidias GSync-Monitoren.

Diese sind als Nischenprodukte vor allem für E-Sportler gedacht, die von geringerem Input-Lag bei diesen Bildaktualisierungsraten profitieren sollen. Für den normalen Durchschnittsnutzer ist eine solch hohe Aktualisierungsrate gar nicht vonnöten.

Nein, abgesehen vom günstigeren Anschaffungspreis für die gelieferte Performance, lohnt sich Investition in ein TN-Panel für andere Anwender nicht mehr unbedingt. Mittlerweile ist IPS-Technik bereits wesentlich bezahlbarer geworden, solange man sie sich nicht zugleich mit besonders hohen Bildaktualisierungsraten wünscht.

Der durchschnittliche Anwender profitiert daher im Zweifelsfalle eher von der besseren Farbwiedergabe und der Blickwinkelunabhängigkeit von VA- und IPS-Panels. Ob hierbei eine höhere Farbgenauigkeit oder ein höherer Kontrast das lohnendere Ziel darstellen, muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden.

Nein, das sind nicht die einzigen Bildschirmarten, die verfügbar sind. So sind beispielsweise auch sogenannte AHVA-Panels verfügbar, die jedoch keinerlei Weiterentwicklung der VA-Panels darstellen. Auch sogenannte PLS-, Super-PLS-, S-IPS- oder AH-IPS- sind als Weiterentwicklungen von IPS-Panels verfügbar.

So beseitigte ein AH-IPS-Panel etwa die Probleme mit dem minimalen Lilaton-Anteil, die beim S-IPS-Displays auftreten konnten und verbesserte die Stabilität der Blickwinkel weiter. Im weitesten Sinne basieren jedoch alle diese Unterarten auf dem gleichen Grundprinzip wie IPS-Panel, sodass auch häufig unter diesem Begriff zusammengefasst werden.