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144 Hz vs. 240 Hz – Was lohnt sich und was sind die Unterschiede?

Bildschirme verfügen über unterschiedliche Bildwiedergaberaten, die man mit Hertz (Hz) bezeichnet. Sie geben Auskunft darüber, wie häufig sich das dargestellte Bild eines Displays innerhalb einer Sekunde erneuert. Nicht für alle Anwendungen ist es dabei nötig, eine 240 Hz Bildaktualisierungsrate zu besitzen. Doch dort, wo sie benötigt wird, kann sie einen großen Effekt bewirken.

Wann sollte man in ein Upgrade auf 240 Hz investieren?  

Wer sich stark auf kompetitives Gaming oder gar E-Sports konzentriert, der benötigt einen 240 Hz-Monitor, um keinerlei entscheidende Nachteile der Konkurrenz gegenüber in Kauf nehmen zu müssen. Ebenso kann es für Spieleentwickler, Bild- und Videobearbeitung von großem Vorteil sein, eine hohe Bildrate zu besitzen.  

Welche Rolle spielt die Bildaktualisierungsrate?

Die Bildaktualisierungsrate wird in Hertz (Hz) gemessen und gibt Auskunft darüber, wie häufig ein Display innerhalb einer Sekunde das dargestellte Bild erneuert. Das heißt also, dass ein Monitor mit 240 Hz bis zu 96 mehr Bilder pro Sekunde wiedergeben kann als ein Monitor mit 144 Hz.

Dabei läuft der Monitor jedoch nicht immer auf seiner maximalen Leistung. In der realen Anwendung schwankt die ausgegebene Bildaktualisierungsrate häufig, sodass es zu Abweichungen vom Maximalwert kommt.

Das hängt darin begründet, dass die einzelnen Komponenten im Zusammenspiel eine unterschiedliche Auslastung erfahren. Ein abgespieltes Video, das sich der Nutzer anzieht, benötigt viel weniger Rechenleistung für seine Darstellung als ein hochauflösendes Computerspiel mit schnellen Bewegungsabläufen.

Diese Unterschiede in der Auslastung der Grafikkarte führen somit zu unterschiedlichen Frame-Raten, mit denen die erstellten Bilder an das Display ausgegeben werden. In der Praxis stellt das jedoch heutzutage keinerlei Problem mehr dar. Hersteller haben längst entsprechende Technologie für eine flüssige Synchronisierung der Bildaktualisierungsrate zwischen Grafikkarte und Monitoren entwickelt.

Mit welchen Technologien kann ein Monitor die Bildrate synchronisieren?

Es gibt verschiedene Bezeichnungen, unter denen man Technologien zusammenfasst, die es der Bildrate ermöglichen, sich zwischen Grafikkarte und Monitor zu synchronisieren. Allerdings hat sich zumindest für die Unterstützung dieser Technologien an Monitoren und Fernseher ein Begriff weitestgehend etabliert.

So wird bei Anschlüssen, die diese Technologien unterstützen, häufig die Abkürzung „VRR“ als Feature gelistet. „VRR“ steht hierbei für „Variable Refresh Rate“, was sich eben mit ‚variabler Aktualisierungsrate‘ übersetzen lässt. Kurzum bezeichnet die Funktion also die Fähigkeit des Geräts, sich fluktuierender Bildaktualisierungsraten anzupassen.

Da sich die Bezeichnungen für HDMI 2.1-Anschlüsse geändert haben, sind nun auch „ältere Anschlüsse“, die man ursprünglich unter HDMI 2.0 vermarktete, ebenso unter HDMI 2.1 zu finden. Darum ist es beim gewünschten Anschluss über einen HDMI 2.1-Anschluss entscheidend, dass VRR als Feature oder die Unterstützung für eine konkrete Technologie namentlich erwähnt werden.

Ansonsten ist eine Unterstützung des Monitors für diese Technologien nicht gesichert. Als solche Technologien sind hauptsächlich NVIDIA G-Sync sowie AMD FreeSync zu nennen.

Sie beide basieren auf einer Abstimmung zwischen der Grafikkarte und dem Ausgabegerät, aber im Gegensatz zu AMD FreeSync benötigt NVIDIA G-Sync eine zusätzliche Hardwarekomponente. Eine Nachrüstung kann daher nicht erfolgen.

Wo wird eine 240 Hz Bildrate benötigt?

Eine 240 Hz hohe Bildrate benötigen Sie überall dort, wo es Ihnen auf jeden noch so kleinen Vorteil ankommt. Das ist vorrangig im kompetitiven Gameplay bei Videospielen, insbesondere E-Sports, der Fall.

Hier liefert ihnen der 240 Hz-Monitor eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu einem 144 Hz-Monitor, da sie fast 100 Bilder mehr pro Sekunde sehen können. Auch in der Bild- und Videobearbeitung sowie bei der Entwicklung von Videospielen kann die schnellere Darstellung ein nützlicher Vorteil sein.

Doch Achtung: Nicht jede Grafikkarte ist imstande, auch die 240 Hz zu liefern. Es genügt daher nicht nur, in einen leistungsstarken Monitor allein zu investieren. Sie sollten sich sicher sein, dass auch Ihre restliche Hardware dem Upgrade gewachsen ist.

Wo genügt eine 144 Hz Bildrate?

Theoretisch können Sie mit einer 144 Hz Bildrate bereits allem nachgehen, dem Sie nachgehen wollen. Egal, ob sie sich qualitativ hochwertige Filme und Serien ansehen möchten, diverse Videospieltitel genießen möchten oder zwischendrin an Bildern und Videos am Computer arbeiten: Die 144 Hz reichen für alle diese Zwecke aus. Der 240 Hz-Monitor bietet Ihnen lediglich ein zusätzliches Upgrade.

FAQ

Mein 240 Hz-Monitor gibt keine 240 Hz aus?

Dahinter können sich verschiedene Ursachen verbergen. Zum einen ist Ihr Monitor möglicherweise nicht auf 240 Hz eingestellt. Überprüfen Sie daher in Ihren Anzeigeoptionen auf welchen Ausgabeeinstellungen Sie das Modell betreiben.

Liegt dort die passende Einstellung vor, kann es zu Schwankungen in der dargestellten Bildrate kommen, wenn die Grafikkarte mit ihrer Berechnung unterschiedlich ausgelastet wird. Das bedeutet, wenn die dargestellten FPS (frames per second) schwanken und von den 240 Hz abweichen, ist das vermutlich in diesen Schwankungen begründet.

Es steckt also nicht zwingend ein technischer Defekt dahinter.

Für welche Gaming-Titel bietet sich eine 240 Hz Frequenz an?

240 Hz-Monitore bieten sich für alle Spieltitel an, die als E-Sports betrieben werden oder grundsätzlich auf kompetitives Gameplay ausgelegt sind. Darunter zählen Titel wie League of Legends, Fortnite, Dota 2 oder CS:GO.

Hier profitieren Sie am stärksten von einem Upgrade von einem 144 Hz-Monitor zu einem 240 Hz-Monitor, da diese beinahe 100 mehr Bilder pro Sekunde liefern. Auch Singleplayer-Games wie Shooter oder Action Adventures profitieren von den flüssigeren Bewegungsabläufen.

Bei welchem Gaming-Titel kann eine 144 Hz Frequenz genügen?

Die Antwort darauf lautet: Theoretisch bei allen, praktisch hängt das jedoch von Ihrer gewünschten Art zu spielen ab. Möchten Sie im kompetitiven Gameplay Rekorde erzählen oder sich im E-Sports-Bereich durchsetzen, benötigen Sie jede Verbesserung in den Frame-Raten, die Sie erhalten können.

Genießen Sie die Spiele jedoch mehr mit sich oder Freunden als Zeitvertreib, ist ein 144 Hz-Monitor bereits völlig ausreichend für flüssige Bewegungsdarstellungen in Singleplayer- oder Multiplayer-Games.

Muss ich meinen 144 Hz Monitor mit einem 240 Hz Monitor austauschen?

Wenn Sie Ihr Gaming weder im E-Sports-Bereich betreiben noch jede Frame-Rate für das kompetitive Gameplay in Mehrspieler-Titeln für Sie zählt, ist das keineswegs notwendig. Der Effekt von 144 Hz zu 240 Hz sorgt zwar für sehr viel flüssigere Bewegungsabläufe, die sich bemerkbar machen.

Sie können aber auch mit einem 144 Hz Monitor bereits besonders klare Bewegungen verfolgen. Natürlich spricht dennoch nichts dagegen, wenn Sie sich selbst ein solches Upgrade gönnen möchten.

Auch in Singlespieler-Titel wie Shootern oder Action Adventures kann sich die bessere Bildaktualisierungsrate bemerkbar machen und für ein immersives Spielerlebnis sorgen.

Ist meine Grafikkarte für 240 Hz-Monitore geeignet?

Für diese Frage sollten Sie sich Benchmark-Tests zu Ihrem Grafikkarten-Modell ansehen sowie die Herstellerangaben genau studieren. Es ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, ob eine GPU dieser Belastung gewachsen ist.

Die Investition in einen 240 Hz-Monitor ist jedoch vergebens, wenn ihr Grafikprozessor gar nicht imstande ist, ihm die notwendigen Daten bereitzustellen. In diesem Fall sollten Sie vorab zunächst in eine neue GPU investieren.

Wann sollte ich mit der Anschaffung eines neuen 240 Hz-Monitors warten?

Erfüllt Ihr jetziger 144 Hz-Monitor seine Aufgabe noch immer hervorragend, müssen Sie dennoch nicht sofort wegwerfen. Insbesondere, wenn Sie auf künftige Monitore mit einer höheren Auflösung zu schnelleren Frame-Raten hoffen.

Bisher gibt es leider keinerlei 4K-Monitore, die über eine 240 Hz Bildaktualisierungsrate verfügen. Doch da sich 4K-Modelle bereits das Segment von 120 Hz bis 144 Hz erobern, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch bessere Bildaktualisierungsraten von der guten Auflösung profitieren.

Es lohnt sich daher gegebenenfalls auf ein zukünftiges Modell zu sparen oder sich zumindest zur nächsten Rabatt-Aktion zu gedulden.